Spiel der Temperamente Luft und Erde mit Marijn Seiffert & Sophia Seiss (Tanz) und Christian Voß (Violine), Musik von Johann Sebastian Bach

 

Beschreibung

"Sanguinicus & Melancholicus - Spiel der Temperamente Luft und Erde", bietet den Zuschauern ein Tanzstück der besonderen Art.

Temperament beschreibt die Art und Weise, wie ein Lebewesen agiert und reagiert, quasi sein Verhaltensstil. Dieser ist tief verankert und setzt sich aus emotionalen, motorischen, aufmerksamkeitsbezogenen Reaktionen und der Selbstregulierung zusammen.

Sanguinicus und Melancholicus sind zwei Temperamente die unterschiedlicher nicht sein könnten. Wo der eine zuversichtlich ist, ist der andere mutlos; wo der andere verschlossen ist, ist der eine wiederum geschwätzig. Wenn Sanguinicus himmelhoch jauchzt, ist Melancholicus am Boden zerstört. So wurden den beiden Temperamenten auch die Elemente Luft und Erde zugeordnet.

Untermalt von der Musik Johann Sebastian Bachs, treten sich beide Charaktere gegenüber, erklären sich und ihre Welt, tauchen ein in die jeweils andere, und führen das Publikum auf eine Reise echter Gefühle und tiefer Emotionen.

Dauer: 45 Minuten

 

Künstler

Marijn Seiffert wurde 1994 in Berlin geboren.

"Neben der Violine galt meine große Leidenschaft auch immer dem Tanz. Schon frühzeitig begann ich meine musikalische und tänzerische Ausbildung. Ich besuchte das C.Ph.E.Bach Gymnasium Berlin und studiere zur Zeit mit dem Hauptfach Violine an der UdK Berlin.

Im Alter von vier Jahren erhielt ich den ersten Unterricht im Stepptanz, später folgten Zeitgenössischer Tanz, Jazz Dance und Klassisches Ballett. Zu meinen Lehrern gehörten u.a. Katrin Lehmann, Morris Perry und Xavier Reese. Am "Broadway-Dance-Center" und bei "Steps on Broadway" in New York erhielt ich Unterricht von Richard Pierlon, Jared Grimes u.a.

Nach verschiedenen Showveranstaltungen als Stepp-, Jazz- und Moderntänzerin tanzte ich im November 2014  im Konzerthaus Berlin beim Programm „Stylus Phantasticus“ ein Soloprogramm (Choreographien Marijn Seiffert und Katrin Lehmann). Unterrichtserfahrung sammelte ich bereits mit verschiedenen Stepptanzgruppen in Berlin. Durch das breite Interesse an vielen unterschiedlichen Stilen, vom klassischen Stepptanz bis zu modernen, funkigen Elementen, gibt es keine festen Normen oder Vorgaben, sondern einen eigenen, individuellen Stil. Dieser ist auch durch Impulse von unterschiedlichsten Tänzern geprägt."

 

Sophia Seiss, geboren in Berlin, studierte zeitgenössischen Tanz an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Sie kooperiert mit Künstlern und Choreographen wie Darko Dragičević, Martin Sonderkamp und Jan Burkhardt. Sie arbeitet interdisziplinär in zahlreichen Projekten in den Bereichen neue-und alte Musik und seit 2018 mit Marijn Seiffert und Christian Voß.

Mit ihrem Künstlerkollektiv SPINE arbeitet sie vor allem an der Schnittstelle zwischen Bildender Kunst und Tanz in Deutschland und der Schweiz.

Seit 2017 re-performt  sie Arbeiten wie "Artist Must be Beautiful" und "Similar Illusion" von Marina Abramovic im Louisiana Museum of Modern Art und der Bundeskunsthalle.

 

Christian Voß wurde 1988 im brandenburgischen Fürstenwalde geboren und unternahm seine ersten musikalischen Schritte an der dortigen Musik- und Kunstschule bei Birgit Kowalski. Seit dem Frühjahr 2001 besuchte er das Carl-Philipp-Emanuel Bach Musikgymnasium in Berlin und erhielt dort Unterricht bei Prof. Johannes Kittel. Erste Erfahrungen mit barocken Spielweisen und der historischen Aufführungspraxis sammelte er bei Sommerkursen der Akademie für Alte Musik Berlin und arbeitete dort unter anderem mit Georg Kallweit, Jan Freiheit und Werner Matzke zusammen. Es folgten Konzerte und Projekte mit Stephan Mai, Anne Schumann und Raphael Alpermann. Ab 2007 studierte er an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin moderne Violine und begann sich mit historischen Quellen und der allgemeinen Geschichte des 17., 18. und 19. Jahrhunderts zu befassen. Bereits in dieser Zeit spielte er in verschiedenen Ensemblen die sich der historischen Spielpraxis auf Originalinstrumenten verschrieben haben, unter anderen in der Lautten Companey Berlin, wo er mit Kai-Uwe Jirka und Wolgang Katschner konzertierte. Sein 2009 gegründetes Ensemble "Fontana di Musica" erspielte beim Deutschen Musikwettbewerb 2012 ein Stipendium des deutschen Musikrats und bekam im selben Jahr den Publikumspreis beim Biagio-Marini-Wettbewerb. Nach seinem Diplomabschluss auf der modernen Violine folgte 2012 ein Masterstudium für Violine in historischer Mensur an der Schola Cantorum Basiliensis, dass er 2014 mit Auszeichnung abschloss. Er erhielt dort Unterricht bei Amandine Beyer, sowie Giorgio Paronuzzi und Jesper Christensen u.v.a. . Christian Voß arbeitete bereits mit vielen Größen der Barockwelt zusammen, so zum Beispiel mit Dorothee Oberlinger, Kristian Bezuidenhout und Luca Pianca. Zu seinen Kammermusikpartnern zählen viele hoffnungsvolle und preisgekrönte Newcomer der Alte Musikszene u.a. Elisabeth Wirth, Christoph Urbanetz, Laura Granero und Jermaine-Albert Sprosse. Eine kontinuierliche Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem französischen Ensemble "Les Ambassadeurs" unter der Leitung von Alexis Kossenko und dem italienischen Ensemble "Il Pomo d'oro" unter Maxim Emelyanychev und dem Geiger Riccardo Minasi. Konzerte, Festivals und Aufnahmen führten ihn bereits durch ganz Europa bis nach China wo er als Solist, Kammermusiker und in verschieden Ensemblen auftrat. Im Oktober 2015 gründete er das Barockensemble "ContraPunct_us" und produzierte zusammen mit dem Countertenor Fritz Theodor Spengler das Album "Deutsche Barock Arien".

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