Ein Abend barocker Geselligkeit Mit Anna Willerding (Gesang) & Hendryk Voß (Tanz), Christian Voß (Violine & Musikalische Leitung)

 

Beschreibung

Mit "In Vino Veritas" - ("Im Wein liegt die Wahrheit") präsentiert sich, dem geneigten Hörer, eine neue Form von Konzerterlebnis. Musikalische Schwänke von barocken Meistern wurden zu allerlei Geschichten und Begebenheiten zusammen gefügt und verschmelzen zu einem Abend barocker Lustbarkeit. Dies wird nicht allein durch die Musik und durch das Spiel von historischen Instrumenten deutlich. Nein, das Publikum erlebt barocken Tanz, barocke Gestik und Rezitation, und vieles mehr. Hierfür wurden die alten Künste akribisch recherchiert und in das Programm eingewoben, so wird "In Vino Veritas" zu einem Zusammentreffen barocker Geschicke, das man sich nicht entgehen lassen sollte!

Dauer: 60 Minuten

 

Programm

Erster Streich. "Wein,Weib und Gesang"

"Wer nicht lieb Wein, Weib und Gesang, bleibt ein Narr sein Leben lang!" So heißt ein alter Spruch der in unserer heutigen, schnelllebigen und von Terminkalendern beherrschten Zeit wieder in Mode gebracht werden sollte. In der Barockzeit war dieser Wortlaut nicht nur in aller Munde sondern wurde gelebt. Das Erste Livekonzert des Abends widmet sich ganz den Freuden des menschlichen Daseins, damals wie auch heute.

Arcangelo Corelli (1674-1739) - Sinfonia aus Opus V Sonata I

Adam Krieger (1634-1666) - "Ein Freund, ein Trunk, ein Lieb, ein Sprung"

Anonymus (1688) - Intrada e Giga senza Basso (Rost-Codex,1688 Strasbourg)

Johann Anastasius Freylinghausen (1670-1739) - "Du zuckersüsses Himmelsbrot"

Philipp Heinrich Erlebach (1657-1714) - Sonata Terza für zwei Violinen und Continuo, 2. Satz Allemande und 3. Satz Courante

Gabriel Voigtländer (1596-1643) - "Ein Trink-Liedlein"

Philipp Heinrich Erlebach (1657-1714) - Sonata Terza, 4. Satz Sarabande

Adam Krieger (1634-1666) - "Der Rheinsche Wein tanzt gar fein"

 

Zweiter Streich. "Der Liebe Macht herrscht Tag und Nacht"

"Liebe" ist ein zutiefst menschliches Thema und bewegt uns seit jeher. So auch im 17.Jahrhundert, wo die Liebe und alles was dazu gehört die Gemüter nicht nur erwärmte sondern auch bewegte. Diesen bewegten Gemütern ist das nachfolgende Programm des zweiten Livekonzerts zu verdanken, in dem man nicht nur vielerlei erquickliches sondern auch lehrreiches finden kann...

Johann Heinrich Schmelzer (1623-1680) - Ballet "Fechtschule"

Philipp Heinrich Erlebach (1657-1714) - Sonata Terza für zwei Violinen und Continuo, 6. Satz Finale

Andreas Hammerschmidt (1611-1675) - "Kunst des Küssens"

Adam Krieger (1634-1666) - "Wer freudig ist auch gerne küsst"

Adam Krieger (1634-1666) - "Der Liebe Macht herrscht Tag und Nacht"

Adam Krieger (1634-1666) - "Wohl dem der sich vergnügt" - Impro

Samuel Capricormus (1628-1665) - Ciaconna in D-Dur à 3

 

Dritter Streich. "Ein Abend im Gasthaus" - Finale

Der Abend klingt fröhlich und ausgelassen aus und lässt die Tanz- und Feierlaune des Barock wieder aufleben.

Philipp Heinrich Erlebach (1657-1714) - Sonata Terza für zwei Violinen, 1. Satz Adagio und 5. Satz Ciaconna

Georg Daniel Speer (1636-1707) - 16. Lompynisches Stück, "Als nun das dumme Vieh, auch dieser Gefahr entwichen", Due Capricci à tre

Gabriel Voigtländer (1596-1643) - "Gute Freunde, gut Essen und Trinken und gut Gespräche"

Anonymus (17.Jh) - Allemande senza Basso

Anonymus (16.Jh) - "Une jeune fillette"

Francesco Turini (1595-1656) - Sonata à tre "E tanto Tempo hormai"

Anonymus (16.Jh.) - "Der Trinker"

 

Künstler

Anna Willerding
Die in Bayern geborene Sopranistin Anna Willerding begann ihre sängerische Laufbahn schon mit 13 Jahren. Bereits drei Jahre später wurde sie u.a. im Rahmen des Regionalwettbewerbs „Jugend musiziert“ mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Sie institutionalisierte ihre Ausbildung an der Berufsfachschule für Musik in Altötting. Hier belegte sie bei Sabine Schütz das Hauptfach Gesang und schloss dort 2010 mit "sehr gutem Erfolg" ab. Es folgte ein Bachelor Studium an der Schweizer Hochschule für Alte Musik „Schola Cantorum Basiliensis“ in Basel, das sie bei Evelyn Tubb 2015 "sehr erfolgreich" abschloss. 2014 erhielt sie im Rahmen ihres Studiums den Preis der Marie-Louise Stiftung für Sänger. Aufgrund der fruchtbaren Zusammenarbeit mit Sabine Schütz, die sie zu ihren ausschlaggebenden Lehrern zählt, kehrte sie im September 2015 nach Altötting zurück, um in einem vertiefenden künstlerischen Jahr (BfM), wieder mit ihr zu arbeiten. Im Herbst 2016 wird Anna Willerding mit einem Masterstudium an der "Schola Cantorum Basiliensis" ihr Studium bei Evelyn Tubb fortsetzen. In den letzten Jahren nahm sie an der Internationalen Sommerakademie Universität Mozarteum Salzburg an mehreren Meisterklassen von Helena Lazarska und 2014 bei Kurt Widmer teil. In diesem Jahr zählte sie zu den Preisträgern der Internationalen Sommerakademie Universität Mozarteum Salzburg. Im Rahmen der Salzburger Festspiele wirkte die junge Sängerin bei dem Preisträgerkonzert mit, wo Sie mit dem Preis des Kulturfonds der Stadt Salzburg ausgezeichnet wurde. Im selben Jahr gab Sie ihr Rollendebüt in der Oper „Die Zauberflöte“ von W. A. Mozart als zweite Dame“ im Kulturforum Altötting. 2015 nahm sie u.a. an den Internationalen Tagen der Alten Musik unter Michi Gaigg und Ulrike Hofbauer in Linz teil. Bei Meisterkursen und Projekten gaben Dozenten wie Flavio Ferri-Benedetti, Margreet Honig, Emma Kirkby, Alessandro De Marchi, Andrea Marcon, Anthony Rooley, Andreas Scholl und Gerd Türk wichtige Impulse für ihren sängerischen Weg. Sie legt großen Wert auf ein breit gefächertes Repertoire von Barock bis hin zu zeitgenössischen Werken. Dies führte sie u.a. zum Internationalen Interpretationskurs für Lieder von Hugo Wolf nach Slovenj Gradec zu Breda Zakotnik. Im Sommer 2016 wird sie in Österreich bei den Donaufestwochen im Strudengau im Schloss Greinburg in der Barockoper „Der geliebte Adonis“ von Reinhard Keiser zu sehen sein.

 

Hendryk Voß wurde 1985 in Berlin geboren. Er erhielt seinen ersten Ballettunterricht an der Ballettschule von Sabrina Mautsch und wechselte 1996 an die Staatliche Ballettschule und Schule für Artistik Berlin, wo er seine Ausbildung bei Stefan Lux, Ursula Leesch und Edna Azevedo fortsetzte. 2001 bis 2003 wirkte er bereits während der Ausbildung in Produktionen der Staatsoper Berlin Unter den Linden mit. Unter anderem in Dornröschen, Der Nussknacker, und Zar und Zimmermann. Im Jahre 2005 schloß Hendryk Voß die Ausbildung zum staatlich geprüften Bühnentänzer zusammen mit dem Abitur ab, und wirkte fortan als Freischaffender Balletttänzer im In- und Ausland. Hierbei arbeitete er sowohl solistisch als auch als Gruppentänzer mit Peter Breuer, Fabrice Edelmann, Miriam Wolf u.v.a. zusammen. Bis heute tanzt Hendryk Voß für Veranstalter und Theater, wobei sein Repertoire neben klassischen Werken wie: Der Nussknacker, Le Corsaire, Schwanensee, Dornröschen, Giselle und Chopiniana; sowohl Barocktanz als auch musical dance und eigene Choreographien umfasst. Zudem war er in der Zeit von 2009 bis 2012 Liedsänger in der Dark Metal Band 'Masters of Dark Fire'.  Und  wirkte, in diesem Zusammenhang, bei zahlreichen Konzerten in ganz Europa, und CD Produktionen mit. Schon früh entdeckte Hendryk Voß eine Leidenschaft zum Unterrichten. Er begann 2012 ein Postgraduate Diploma in Ballettpädagogik an der Royal Academy of Dance, London und schloß dieses 2013 mit "Distinction" ab. Seit 2014 studiert Hendryk Voß im Masterstudiengang Tanzpädagogik ebenfalls an Royal Academy of Dance. Seither ist er Privatstudent bei Professor Martin Puttke. Bereits das zweite Jahr in Folge gestaltete Hendryk Voß einen Tanzworkshop an der Ballettschule Ballet und Balance in Zürich, wo er mit den Schülern eigene Opernchoreographien (Mozart: Zauberflöte, Humperdinck: Hänsel und Gretel) erarbeitete.

 

ContraPunct_us
Dieses Ensemble wurde 2015 gegründet mit Hauptaugenmerk auf Barockmusik im deutschsprachigem Raum. Das Ensemble bildet sich aus exzellenten Musikern verschiedenster Nationen, die sich aus Freundschaft, Neugier und Liebe zur Musik zusammen gefunden haben, um Werke alter Meister erneut strahlen zu lassen. Das oberste Bestreben des jungen Ensembles ist es, den Geist und Esprit dieser vergangenen Zeit wieder aufleben zu lassen und damit deutlich zu machen, dass es sich hierbei eben nicht um "alte" oder gar "veraltete" Musik handelt, sondern um eine Quell von permanenter Energie, aus dem man damals wie heute schöpfen kann.

 

Christian Voß wurde 1988 geboren und unternahm seine ersten musikalischen Schritte an der dortigen Musik- und Kunstschule bei Birgit Kowalski. Seit dem Frühjahr 2001 besuchte er das Carl-Philipp-Emanuel Bach Musikgymnasium in Berlin und erhielt dort Unterricht bei Prof. Johannes Kittel. Erste Erfahrungen mit barocken Spielweisen und der historischen Aufführungspraxis sammelte er bei Sommerkursen der Akademie für Alte Musik Berlin und arbeitete dort unter anderem mit Georg Kallweit, Jan Freiheit und Werner Matzke zusammen. Es folgten Konzerte und Projekte mit Stephan Mai, Anne Schumann und Raphael Alpermann. Ab 2007 studierte er an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin moderne Violine und begann sich mit historischen Quellen und der allgemeinen Geschichte des 17., 18. und 19. Jahrhunderts zu befassen. Bereits in dieser Zeit spielte er in verschiedenen Ensemblen die sich der historischen Spielpraxis auf Originalinstrumenten verschrieben haben, unter anderen in der Lautten Companey Berlin, wo er mit Kai-Uwe Jirka und Wolgang Katschner konzertierte. Sein 2009 gegründetes Ensemble "Fontana di Musica" erspielte beim Deutschen Musikwettbewerb 2012 ein Stipendium des deutschen Musikrats und bekam im selben Jahr den Publikumspreis beim Biagio-Marini-Wettbewerb. Nach seinem Diplomabschluss auf der modernen Violine folgte 2012 ein Masterstudium für Violine in historischer Mensur an der Schola Cantorum Basiliensis, dass er 2014 mit Auszeichnung abschloss. Er erhielt dort Unterricht bei Amandine Beyer, sowie Giorgio Paronuzzi und Jesper Christensen u.v.a. . Christian Voß arbeitete bereits mit vielen Größen der Barockwelt zusammen, so zum Beispiel mit Alfredo Bernardini, Kristian Bezuidenhout und Luca Pianca. Zu seinen Kammermusikpartnern zählen viele hoffnungsvolle und preisgekrönte Newcomer der Alte Musikszene u.a. Elisabeth Wirth, Christoph Urbanetz, Laura Granero und Jermaine-Albert Sprosse. Eine kontinuierliche Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem französischen Ensemble "Les Ambassadeurs" unter der Leitung von Alexis Kossenko, Ensemble 1700 unter Dorothee Iberlinger und dem italienischen Ensemble "Il Pomo d'oro" unter Maxim Emelyanychev und dem Geiger Riccardo Minasi. Konzerte, Festivals und Aufnahmen führten ihn bereits durch ganz Europa bis nach China wo er als Solist, Kammermusiker und in verschieden Ensemblen auftrat. Im Oktober 2015 gründete er das Barockensemble "ContraPunct_us" und produzierte zusammen mit dem Countertenor Fritz Theodor Spengler das Album "Deutsche Barock Arien".

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