mit Fritz Spengler (Countertenor) und Ensemble ContraPunct_us unter der musikalischen Leitung von Christian Voß

 

Beschreibung

Wir kennen sie alle, die Grande Dame der Oper und das bereits seit Jahrhunderten. Dramatik, Lyrik, Virtuosität und tiefste Empfindsamkeit sind ihr zu eigen: die Arie!

Doch auch fernab der großen Bühne, auf scheinbar fremden Feld, präsentiert sie sich von ihrer besten Seite. So findet man sie in den bisher wenig beleuchteten Generalbassmonodien eines Adam Krieger ebenso wie im instrumentalen Gewand einer musikalischen Fechtschule von Johann Heinrich Schmelzer. Und selbst der berühmte Schöpfer prunkvoller Opern und Oratorien, Georg Friedrich Händel wagt mit ihr, in seinen Neun deutschen Arien, einen Ausflug in die Welt des intimen Vortrags und der früh-pietistischen Geisteshaltung. Fritz Spengler lässt, zusammen mit Christian Voß und dem Ensemble ContraPunct_us die Arie in ein anderen Licht treten.

 

Programm

Reinhard Keiser (1674-1739) - Sinfonia aus der Oper "Prinz Jodelet"

Georg Friedrich Händel (1685-1759) - Arie, HWV 207 "Meine Seele hört im Sehen"

Georg Friedrich Händel (1685-1759) - Arie, HWV 205 "Süße Stille, sanfte Quelle"

Johann Adolf Hasse (1699-1783) - Adagio und Fuga für Streicher und B.c.

Adam Krieger (1634-1666) - Aria "Nun sich der Tag geendet hat"

Georg Friedrich Händel (1685-1759) - Arie, HWV 209 "In den angenehmen Büschen"

Pause

Johann Rosenmüller (1619-1684) - Sonata in Ut für zwei Violinen und B.c.

Georg Friedrich Händel (1685-1759) - Arie, HWV 208 "Die ihr aus dunkeln Grüften"

Georg Friedrich Händel (1685-1759) - Arie, HWV 204 "Süßer Blumen Ambraflocken"

Johann Heinrich Schmelzer (1623-1680) - "Die Fechtschule"

Adam Krieger (1634-1666) - Aria "Wer freudig ist um gerne küsst"

Georg Friedrich Händel (1685-1759) - Arie, HWV 203 "Das zitternde Glänzen"

 

Künstler

Fritz Spengler in Passau geboren startete seine musikalische Ausbildung im Alter von 10 Jahren als Knabensopran an der Domsingschule Passau. Nach dem Stimmbruch wechselte er 2007 vom Knabensopran in das Fach des Countertenors und studierte bis 2009 Gesang bei Saverio Suarez-Ribaudo in München. Parallel hierzu ergänzte er seine Ausbildung durch Meisterkurse bei Marilyn Schmiege, Angelika Kirchschlager und Trevor Pinoc.

Seit dem Wintersemester 2009 studierte er Gesang an der Universität Mozarteum Salzburg bei Prof. Kjellaug Tesaker. 2011 erhielt er ein Stipendium der Hübelstiftung. Im November 2015 schloss der junge Countertenor sein Studium mit Auszeichnung ab.

Erste Bühnenerfahrung sammelte er bei seinem Operndebüt 2008 als Prinz Orlofsky in „Die Fledermaus“ (Taschenoper Puchheim) und bei drei Produktionen am theater // an der rott, wo er 2013 als Amor in Glucks „Orfeo ed Euridice“, als Hexe in Humperdincks „Hänsel und Gretel“, und als Prinz Paul in Offenbachs „Großherzogin von Gerolstein“ zu erleben war.

Seine rege Konzerttätigkeit führt ihn bereits ins In- und Ausland.

Inzwischen zählen zu seinem umfangreichen Repertoire Werke von Monteverdi über Bach, Vivaldi, Händel, Mozart, Rossini bis hin zu Britten. Aber auch die Musik der 20er und30er Jahre liegt ihm am Herzen.

Beim Internationalen Lions Gesangswettbewerb Gut Immling wurde er 2009
mit dem Preis für den besten Nachwuchskünstler ausgezeichnet. Nach der Teilnahme am Wettbewerb „Concorso Internationale Arte Musicale e Talento“ in Vicenza 2010 konnte er gleich zwei Auszeichnungen für sich in Anspruch nehmen: „All'Artista piu giovane“ und dem „Premio Comitato l'onore Villa Cordellina“.

Seit der Spielzeit 2015/2016 ist er Ensemblemitglied am Theater Trier

 

Christan Voß, wurde 1988 im brandenburgischen Fürstenwalde geboren und unternahm seine ersten musikalischen Schritte an der dortigen Musik- und Kunstschule bei Birgit Kowalski. Seit dem Frühjahr 2001 besuchte er das Carl-Philipp-Emanuel Bach Musikgymnasium in Berlin und erhielt dort Unterricht bei Prof. Johannes Kittel.

Erste Erfahrungen mit barocken Spielweisen und der historischen Aufführungspraxis sammelte er bei Sommerkursen der Akademie für Alte Musik Berlin und arbeitete dort unter anderem mit Georg Kallweit, Jan Freiheit und Werner Matzke zusammen. Es folgten Konzerte und Projekte mit Stephan Mai, Anne Schumann und Raphael Alpermann. Ab 2007 studierte er an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin moderne Violine und begann sich mit historischen Quellen und der allgemeinen Geschichte des 17., 18. und 19. Jahrhunderts zu befassen. Bereits in dieser Zeit spielte er in verschiedenen Ensemblen die sich der historischen Spielpraxis auf Originalinstrumenten verschrieben haben, unter anderen in der Lautten Companey Berlin, wo er mit Kai-Uwe Jirka und Wolgang Katschner konzertierte.

Sein 2009 gegründetes Ensemble "Fontana di Musica" erspielte beim Deutschen Musikwettbewerb 2012 ein Stipendium des deutschen Musikrats und bekam im selben Jahr den Publikumspreis beim Biagio-Marini-Wettbewerb. Nach seinem Diplomabschluss auf der modernen Violine folgte 2012 ein Masterstudium für Violine in historischer Mensur an der Schola Cantorum Basiliensis, dass er 2014 mit Auszeichnung abschloss. Er erhielt dort Unterricht bei Amandine Beyer, sowie Giorgio Paronuzzi und Jesper Christensen u.v.a. . Christian Voß arbeitete bereits mit vielen Größen der Barockwelt zusammen, so zum Beispiel mit Dorothee Oberlinger, Kristian Bezuidenhout und Luca Pianca.

 

Das Ensemble ContraPunct_us wurde 2015 gegründet mit Hauptaugenmerk auf Barockmusik im deutschsprachigem Raum. Das Ensemble bildet sich aus exzellenten Musikern verschiedenster Nationen, die sich aus Freundschaft, Neugier und Liebe zur Musik zusammen gefunden haben um Werke alter Meister erneut strahlen zu lassen. Das oberste Bestreben des jungen Ensembles ist es, den Geist und Esprit dieser vergangenen Zeit wieder aufleben zu lassen und damit deutlich zu machen, dass es sich hierbei eben nicht um "alte" oder gar "veraltete" Musik handelt, sondern um eine Quell von permanenter Energie, aus dem man damals wie heute schöpfen kann.

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